Armenhilfe in Lemberg in der Mitte des 19. Jahrhunderts
Schauen wir auf ein weiteres Dokument aus dem Archiv der Galiziendeutschen/ Martin-Opitz-Bibliothek, es war offensichtlich eine Hilfsaktion zum Jahresende, wie sie in der städtischen Gesellschaft von Lemberg üblich war. Diese richtete sich nicht nur an die Evangelische Gemeinde; auch die anderen Glaubensbekenntnisse waren zur Hilfe für die Armen und Bedürftigen im Winter aufgerufen .
Es heißt dort zur Einleitung. (…) Mit unerbittlicher Strenge tritt der rauhe Winter, der feindliche Bedränger der Armuth auf,
Not und Elend schreitet in seinem Gefolge.(…)
Die Spenden können mit sogenannten Enthebungskarten geleistet werden; es heißt dazu:
(…) Solche Enthebungskarten können gelöst werden bei bei den hochwürdigen Pfarrern aller Ritus, ferner in den Handlungen der Herren Adamski und Göttinger, in der Apotheke des Herrn Tomanek und in der Buchhandlung des Herrn Wild, wo auch die Namen der Wohltäter eingetragen, und hierauf in die Lemberger Zeitungen werden eingeschaltet werden.(…)

Aufruf an die Edlen Bewohner von Lemberg @ Martin-Opitz-Bibliothek /Archiv der Galiziendeutschen
Lemberg am 6. Dezember 1851
Gezeichnet von
Carl Höpflingen-Bergendorf
Kaiserlich königlicher Gubernial Rath …
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Lucas Ritter von Barienicki
Erzbischof r.l., Obmann der Wohltätigkeits
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Enthebungs-Karte zum Aufruf an die Edlen Bewohner von Lemberg @ Martin-Opitz-Bibliothek /Archiv der Galiziendeutschen

